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Technik und Umwelt

 

Hauptschule Ittling verfügt jetzt über ein Techniklabor

 

Noch stärkere Hinführung zum Berufsleben

 

Profilbildung im Rahmen der Hauptschulinitiative

 

 

 

Kleine Metallteile zusammenlöten, elektronische Bausätze konstruieren, Solartechnik erforschen oder Flüssigkeiten analysieren – was sich anhört wie übliche Tätigkeiten in einer Metallwerkstatt, einer Elektrofirma oder in einem Umweltbüro, gehört künftig zum normalen Unterricht an der Hauptschule Ittling: Im neuen Techniklabor mit Schul-Amateurfunkstation sowie im Umweltlabor sollen die Schüler mit praxisnahen Übungen noch stärker an die Arbeitswelt herangeführt werden. Am Freitag wurde das neue Techniklabor im Beisein von Oberbürgermeister Reinhold Perlak und Aiterhofens Bürgermeister Manfred Krä als Vertreter der Sachaufwandsträger sowie Schulrat Ulrich Pannermayr offiziell in Betrieb genommen.

 

„Profilbildung“ ist das Stichwort für die Einrichtung des Techniklabors: Im Rahmen der Hauptschulinitiative des Kultusministeriums ist sie eine zentrale Maßnahme, um Hauptschulen zu stärken und ihr Image aufzuwerten. Gemäß ihren Interessen und Stärken sollen die Schüler aus einem der drei Profile „Technik und Handwerk“, „Wirtschaft, Handel und Dienstleistung“ oder „Gesundheit, Soziales und Hauswirtschaft“ wählen können. Die meisten der von Hauptschülern angestrebten Berufe fallen in diese drei Felder. Ziel der Profilbildung ist es, den Unterricht am späteren Berufsleben zu orientieren und die Ausbildungsreife der Schüler weiter zu verbessern.

 

Nicht zuletzt wegen der Lage in der Nähe des Industrie- und Gewerbegebietes hat sich die Hauptschule Ittling entschlossen, sich auf das Profil „Technik und Handwerk“ zu spezialisieren und dazu noch die Felder „Umwelt und Industrie“ hinzunehmen, erklärte Rektor Albert Sers. Und im Zuge dieser Spezialisierung kam es zu der Einrichtung des Techniklabors mit 20 Arbeitsplätzen, das gestern in Betrieb genommen wurde. In dieses Labor ist auch eine Schul-Amateurfunkstation  integriert. Hier werden die Schüler ehrenamtlich von  Mitgliedern der Funkamateure Straubing unterwiesen, und gemeinsam bastelt man auch Bausätze und Schalttafeln. „Die strahlenden Augen der Kinder, wenn eine selbstgebaute Schalttafel tatsächlich funktioniert, ist uns Lohn genug“, betonte Ortsverbandvorsitzender Josef Wallner.

 

Praxisbezogener Unterricht

„In Kombination mit unserem Umweltlabor in der Hütte im Schulgarten können wir unseren Schülern lebensnahen und praxisbezogenen  Unterricht ermöglichen“, fasste Albert Sers das Ziel zusammen. Die Labore stünden auch den anderen Jugendlichen aus Straubing und Umgebung zur Verfügung. Externe Partner wie Betriebe, Jugendamt, Volkshochschule und andere Bildungsträger sollen mit eingebunden werden.

Dass städtische Mittel in das Techniklabor geflossen sind, zeigt, dass die Schule der Stadt nicht nur lieb, sondern auch teuer ist, betonte OB Perlak in seinem Grußwort. Er wünschte den Schülern, dass sie mit Hilfe des Labors ihre Neigungen feststellen können und ob technische Berufe eine Perspektive für sie sind. Hauptaufgabe der Hauptschulen sei, die Schüler darauf vorzubereiten, dass sie später einen Ausbildungsplatz bekommen, führte Schulrat Ulrich Pannermayr aus. Da aber nicht alle Schüler die gleichen Fähigkeiten und Neigungen haben, sei die Profilbildung ein richtungsweisender Weg. „Während andere noch darüber reden, hat die Hauptschule Ittling schon reagiert und ihr Profil mit Mitteln der Stadt umgesetzt“, fand er lobende Worte für die Einrichtung des Techniklabors.