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 Die Praxisklasse an der Hauptschule Ittling

 

Der Unterricht in der Praxisklasse erfolgt auf der Basis einer eigenen Stundentafel. Grundlage hierfür ist der Lehrplan der Hauptschule. Das Schwergewicht liegt auf der Festigung von notwendigen Kulturtechniken und  der Vermittlung eines grundlegenden Allgemeinwissens.

Einen sehr großen Anteil im Schulalltag nimmt aber das praktische Tätigwerden ein. Neben 10 Wochen Betriebspraktikum (aufgeteilt in 5 mal 2 Wochen) werden von der Praxisklasse auch andere anfallende Arbeiten an der Schule erledigt. Immer wenn es heißt "tatkräftig mit anzupacken", sind die 16 Schülerinnen und Schüler zur Stelle.

So half die Praxisklasse entscheidend bei Errichtung und Innenausbau des Umwelthauses auf dem Schulgelände mit. Isolierarbeiten mit Glasfasermatten wurden erledigt, Rigipsplatten wurden montiert und verspachtelt. Außerdem tapezierten die Schüler die Wände, brachten eine Holzdecke mit Abschlussleisten an und lasierten den Holzboden. Auch die Montage der Dachrinnen erfolgte fachgerecht durch die Praxisklassen-Schüler. Doch damit nicht genug: auch für die notwendigen Arbeiten im großen Schulgarten lassen sich die Jugendlichen gerne heranziehen.

Erfolgserlebnisse in  diesen praktischen Bereichen fördern die Motivation der PK-Schüler. So fällt es auch leichter, sich den oft ungeliebten theoretischen Lerninhalten zu widmen.

 

 

 

 

Lehrer: Winfried Dombroth     

                            

                                   Welche Schüler gehen in die Praxisklasse (PK)?

                                                    Schüler, die

                                              -  vor dem letzten Jahr ihrer neunjährigen Schulbesuchszeit stehen

                                              -  keine Aussicht auf das Erreichen eines erfolgreichen HS-Abschlusses in der Regelklasse     besitzen

                                              -  die spezifische Lern- und Leistungsrückstände haben

                                              -  durch Förderung mit hohen schulischen und berufsbezogenen Praxisanteilen  zu einer positiven Lern-

                                                  und Arbeitshaltung geführt werden können

 

                              Der Besuch der PK ist freiwillig, die Zustimmung der Eltern ist erforderlich.

                              Der Aufnahme in die PK geht ein persönliches Gespräch voraus.

                              Die PK ist nicht für Schüler mit Leistungsrückständen, die von Mängeln im Verstehen der deutschen Sprache kommen.

 

 

                                          Welche Ziele verfolgt die Praxisklasse?

                                        - Behebung von Defiziten im Bereich der Kulturtechniken

                                        - Festigung von Grundwissen und Grundfertigkeiten v.a. in Deutsch und Mathematik

                                        - Stabilisierung der Persönlichkeit

                                        - Erfolgserlebnisse

                                        - Verbesserung des Übergangs von der Schule ins Berufsleben

 

                                     Was sind die Unterrichtsgrundlagen?

                                     - ausgewählte Bereiche des Lehrplans der HS (Schwerpunkt 8. Klasse)

                                     - auf die Bedürfnisse und Leistungsmöglichkeiten bezogene Unterrichtsplanung

                                     - unmittelbare Verzahnung von Unterricht und praktischem Tätigwerden im Betrieb

                                                                   (10 Wochen Betriebspraktikum)

 

                           Wie kann es nach der Praxisklasse weitergehen?

                                - Zugang  zu einer Berufsausbildung (nicht zuletzt durch erfolgreich absolvierte Praktika)

                                - Besuch einer Berufsfördermaßnahme des Arbeitsamtes

                                - Teilnahme an der Leistungsfeststellung zum Erwerb des HS-Abschlusses

                                - bei Eignung freiwilliger Besuch der 9. Jgst.